Logo
Musikhochschule Trossingen Fachhochschule Furtwangen

Musikdesign (Bachelor of Music) ist ein Studiengang an der
Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen in Kooperation
mit der Hochschule Furtwangen/Fakultät Digitale Medien.

Soundwettbewerb ‘Traumtape’

traumtape

 

Seit dem Launch des Soundwettbewerbes haben uns bereits spannende Beiträge erreicht, die in fremde Traumwelten entführen.

Du willst uns zeigen, wie sich deine eigenen Träume anhören?

Hier kannst du deinen Beitrag als .mp3 hochladen. Bitte achte darauf, dass der Titel deinen Interpretennamen und den Titel deines Werkes enthält und du unter ‘Description’ sowohl die entsprechende Traumkategorie einträgst wie auch deinen vollständigen Namen und die Mailadresse.

 

Zu gewinnen gibt es:

1. Preis: Ein MacBook Pro 13,3″ mit 2,5 GHz Intel Core i5

2. Preis: Gutschein für ein Hohner Instrument im Wert von € 500,-

3. Preis: Ein Aureol Real High-Definition Kopfhörer von Teufel

Publikumspreis: Ein Tag im professionellen Tonstudio

 

 

Kick-off Kirchner-Sound-Projekt

Rege Teilnahme fand das Kick-Off-Meeting zu einem im Sommersemester stattfindenden Projekt gemeinsam mit dem Verein KirchnerHaus e.V., zu dem Udo Breitenbach lud.

Eine sich dem Künstler Ernst Ludwig Kirchner widmende Ausstellung in dessen Geburtshaus soll dessen Leben und Arbeiten nicht nur auf visuelle, sondern vor allem auch haptische und klangliche Weise näherbringen – eine inklusive Ausstellung also, die Kirchners Malerei blind erfahrbar macht. Dazu werden von den MusikdesignerInnen Klanginstallationen in mehreren Räumen erstellt, die sich vor allem der prägenden Kindheit des Künstlers widmen, beispielsweise seiner durch den Alltag am angrenzenden Bahnhof entwickelten Liebe für Bewegung oder dem Trauma, das die Kriegserzählungen seiner Amme ihm angedeihen ließen.

 

 

 

y SPK_AB_Alzenau_100y100m

 

 

 

 

 

 

 

Von der schwarzen Magie des Noise

Wenn Derek Holzer alias Macumbista seine Perspektiven von Musik vermittelt, erfasst den Raum, in dem dies passiert, erst einmal andächtiges Schweigen. Präsentiert er dazu dann noch eines seiner selbstgebauten Instrumente, kann man Glänzen in den Augen so mancher Musikbegeisterter entdecken.

Neanderthal Soundbox nennt sich eine dieser Kreationen, die Musikdesigner am 17. und 18. Januar gemeinsam mit Derek nachbauen konnten. In einem zweitägigen Workshop wurden sowohl elektrotechnische Grundlagen erklärt als auch Noise-Generatoren entworfen und gebaut.

Die Ergebnisse wurden am Samstagabend in einem öffentlichen Konzert im Hans-Lenz-Haus der Hochschule präsentiert und danach auch noch ausgeführt, um die Pause des an diesem Abend ebenfalls stattfindenden Neujahrskonzertes musikalisch aufzuwerten sowie Interessierten Innenleben und Funktionsweise der Soundboxes zu zeigen.

Characters! – Ein abenteuerliches Seminar mit Marcel Durer

“Der Protagonist eurer Story hat bis jetzt eigentlich nur Gegenspieler”

Was als Konzept eines Adventure-Games erst einmal spannend klingen mag, bringt in der praktischen Umsetzung möglicherweise Motivationsprobleme mit sich, ist eine der ersten Lektionen von Marcel Durer, einem Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg und mitverantwortlich für beispielsweise SHIFT – Tales of the Sentinels. Dieser erklärte sich bereit, an der HFU Furtwangen ein Seminar über Charaktergestaltung abzuhalten, das bereits nach fünf Minuten für diese entscheidende Erkenntnis sorgte.

Im Zuge eines in Zusammenarbeit zwischen Studenten aus Furtwangen und Trossingen entstehenden Audioventure, also einem rein auf auditiver Ebene funktionierenden Adventure-Game, beleuchtete Marcel die wichtigsten Funktionen und Eigenheiten lebendiger und fesselnder Charakterentwicklung in der Erarbeitung fiktiver Storylines.

Geleitet wird das Projekt von den Professoren Florian Käppler und Jirka Dell’Oro-Friedl, die dem Seminar ebenfalls beiwohnten und für belebten Diskurs sorgten. Es gilt, ein Spiel für Mobiltelefone zu entwickeln, das sich so gut wie möglich selbst erklärt und somit ohne oft den Spielfluss beeinträchtigende Erzählungen auskommt. Die Anzahl der Charaktere soll spartanisch ausfallen und trotzdem eine Immersion erzeugen, die der von großen filmischen Vorgängern wie ’2001: A space odyssey’ oder ‘Moon’ ähnelt.

Nachdem die Aufgabenstellung keine leichte ist, begleitet Marcel auch weiterhin die Entstehung der Geschichte. Das Ergebnis wird somit sicher ein sehr ansehnliches.

The Perfect Woman

Wenn von einer perfekten Frau die Rede ist, fallen sofort unzählige Namen berühmter Schauspielerinnen, Musikerinnen und Models. Wir werden laufend mit Idealbildern überschwemmt, denen wir uns so gut wie möglich anzupassen haben, um auf keinen Fall Angriffsfläche zu bieten für als vollkommen normal und akzeptabel angesehene Zurechtweisungs- und Reduktionswerkzeuge, angefangen bei Fat Shaming über Slut Shaming bis hin zu sogar Victim Blaming.

Kritisch auseinandergesetzt haben sich mit diesem gesellschaftlichen Problem Lea Schönfelder und Benedikt Haas vom Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg sowie Peter LU vom UCLA Game Lab. In ihrem Kinect-Spiel The Perfect Woman verrenkt man sich in dem Versuch, ein möglichst perfektes Leben zu führen, um dabei allerdings herauszufinden, dass nicht die Gesellschaft es ist, die entscheidet, was gut für jemanden ist, sondern man selbst.

Die Klangebene stammt von den Musikdesignern Dirk Handreke, Frank Simper, Ingo Feuker, David Hill, Lukas Nowok, Luigi-Maria Rapisarda, Jonas Schwall, Steffen Thum und Leo Frick, die das Spiel auch soundtechnisch zu einem sehr schönen Erlebnis gemacht haben.

Dass das Projekt bereits beim Kickoff mit viel Spaß verbunden war, kann den Fotos hierzu entnommen werden:

Musikdesign-Programm „Sound – Silence – Space” bei der stuttgartnacht 2013

Zahlreiche Besucher fanden am 19. Oktober 2013 den Weg in die Domkirche St. Eberhard, um das Programm der Trossinger Musikdesign-Studierenden zu erleben. Die Studenten Benjamin Grau, Dirk Handreke, David Hill, Grischa Kursawe, Jonas Schwall und Frank Simper waren für die organisatorische und klangliche Umsetzung des Projektes auf studentischer Seite verantwortlich. Im Mittelpunkt standen dabei unterschiedliche Sichtweisen auf das Themenfeld Stille und die Frage, wie man einen Raum zu einem Musikinstrument werden lassen kann. Auf fünf verschiedenen Wegen haben sich die Musikdesigner der Frage genähert. Grundlage für alle Programmpunkte war die Untersuchung des Nachhalls der Domkirche. Mit Hilfe eines eigens für dieses Projekt geschriebenen Computerprogramms war es den Studenten möglich, die analysierten Frequenzen des Nachhalls spielbar zu machen und sie musikalisch in ihren Werken zu verwenden.

Im ersten Teil war die Komposition „Ein alter Freund“ von Jonas Schwall und Frank Simper zu hören, die sich inhaltlich an den alten Freund, die „Stille“ richtete und von den beiden Komponisten, begleitet von Klavier, Schlagzeug, Bass und Synthesizer, gesanglich umgesetzt wurde. Dem folgte die Arbeit „specular sonics“ von Benjamin Grau und Dirk Handreke. Hierbei fanden Dialog und Interaktion zwischen dem Raumklang der Domkirche und Dan Roncari am Sopransaxophon statt. Die Parameter des Raumklangs wurden über einen mit Sensoren versehenen Handschuh gesteuert und im Improvisationsspiel den abendländischen Klängen des Saxophonisten Dan Roncari gegenübergestellt. In der Performance wurde der Raum als Instrument verstanden und gespielt.

Da auch das Thema Tod mit „Stille“ assoziiert werden kann, forschten die Studenten David Hill und Grischa Kursawe im Bereich der Nahtoderfahrungen, suchten Gespräche mit Betroffenen und sammelten Zitate. Diese Beschreibungen setzten sie in einer Performance unter dem Titel „Nahtod“ mit Mitteln eines Klangstücks und mit dem Spiel auf Klangsteinen von Hannes Feßmann um. Ihm sowie Sabine Mehne vom netzwerk-nahtoderfahrung.org wird in diesem Zusammenhang ein besonderer Dank ausgesprochen. Ebenso den Sprechern Julia Repke und Benedikt Abert sowie dem Cellisten Christian Fischer, die bei diesem Stück beteiligt waren.

Im Anschluss war eine Performance mit Orgel, TamTam und Raumklang-Synthesizer zu hören. Sebastian Bartmann schuf mit „schwebende Schwere“ faszinierende und spannendende Klanglandschaften. Abschluss des 30-minütigen Programms bildete der „Ausklang“. Hier wurden die Besucher selbst in eine Klangkonzeption eingebunden und interagierten mit dem Raumklang der Domkirche.

Angeleitet und betreut wurden die Studierenden bei ihren Arbeiten durch den Studiengangsleiter Prof. Florian Käppler und den Komponisten Sebastian Bartmann.

Der Studiengang Musikdesign bedankt sich bei allen Beteiligten des Projekts. Insbesondere bei Domkapellmeister Dücker und Dekan Dr. Hermes für die erfolgreiche Kooperation sowie bei Musikdesign-Dozent Jürgen Swoboda für die technische Unterstützung.

Ein großes Dankeschön geht an die Sponsoren Fohhn Audio AG und Mildner Veranstaltungsservice.

foohn.jpg  Mildner

Dokumentation zu dem Projekt “Dantons Tod”

 

 

Die Inszenierung des Dramas „Dantons Tod“ von Georg Büchner war der Auftakt zum 26. Jazzfestival Rottweil. Zur akustischen Darstellung der Figuren entwickelten die Musikdesign-Studenten Peter Breitenbach, Anton Hendel und Ferdinand Kraut gemeinsam mit Prof. Norbert Fröhlich, Prof. Matthias Anton und Marco Timlin eine Klanginszenierung. Die Premiere des musikalischen Schauspiels am 20. April 2013 war mit 300 Besuchern im Zimmertheater Rottweil ausverkauft.

In einer Dokumentation erklären nun die Musikdesigner Peter Breitenbach und Anton Hendel, mit welchen verschiedenen Aufgaben sie in Berührung kamen. Gemeinsam mit Schülern der Erich-Hauser-Gewerbeschule Rottweil konzipierten sie eine 5x8m große Stahlwand als Bühnenelement und nutzten diese als Klangkörper. Weiterhin haben die Musikdesigner mobile Klangsysteme für die Schauspieler entwickelt und wurden in der Zusammenarbeit mit diesen gefordert. Rund um die Bühne wurde eine Klangwelt aufgebaut, die eine “elektrisierende” und “Raum ergreifende” Wirkung auf die Zuschauer hatte. (nrwz online – die multisensorische Revolution)

Dantons Tod ist ein Gemeinschaftsprojekt des Zimmertheater Rottweil 2002 e.V. in Kooperation mit der Musikhochschule Trossingen, dem Jazzfest Rottweil e.V. und der Erich-Hauser-Gewerbeschule Rottweil.

 

zimmertheater        jazzfest2            Erich-Hauser-Gewerbeschule

 

Ermöglicht wurde das Projekt durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg aus Mitteln des neu gegründeten Innovationsfond Kunst.

                       mwktransparent

„I have a dream“

Montag, 22. Juli 2013, 10.30 Uhr, Franziskaner Konzerthaus Villingen

„I have a dream – Eine musikalisch-szenische Revolution“ ist der Titel einer Veranstaltung für Jugendliche mit unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen ab 15 Jahren. Angesprochen sind bewusst Jugendliche aus allen Schularten, insbesondere auch Erziehungshilfe-, Förder- und Hauptschulen.

BerioCollageProgr

Träume von Freiheit und Auflehnung gegenüber Autoritäten – diese Themen werden aufgegriffen und mit multimedialen Darstellungsformen künstlerisch überformt. Den sozusagen „revolutionsroten“ thematischen Faden, der das junge Publikum durch verschiedene Räume des Franziskaners führen wird, bilden Eigenkompositionen der Musikdesigner und Kompositionen des elektroakustischen Komponisten Luciano Berio bilden. So sind einzelne Klanginstallationen, Musik-, Video- und Tanzperformances in der Garderobe, im Kreuzgang und im Zuschauerraum des Konzerthauses geplant. Die klassische Bühnensituationen wird es jedenfalls nicht geben, vielmehr wird die Distanz zwischen Künstlern und Publikum durchbrochen – nicht zuletzt durch die ungewöhnlichen Aufführungsorte, die offenen Spielsituationen und die Einbindung jugendkultureller Performancekünste wie Beatboxing.

Die Fachbereiche Musikdesign und Music & Movement der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen kooperieren für diese Performance mit verschiedenen Gesangs- und Instrumentalklassen sowie bereits im Vorfeld der Veranstaltung mit Jugendlichen selbst. In einem vorgeschalteten Workshop-Projekt sammeln Studierende des Fachbereichs Musikdesign Originaltöne von sozial benachteiligten Jugendlichen unterschiedlicher kultureller Herkunft zum Thema Freiheit, Träume, Erwartungen, Hoffnungen und Rebellion. Diese werden dann zu einer elektroakustische Sprach- und Klangkomposition verarbeitet.

Text: Elko Baumgarten (Pressereferent), Staatliche Hochschule für Musik Trossingen

Impressionen der dritten Musikdesign-Werkschau

Unter dem Motto “…Läuft” luden die Musikdesigner am 15. Juli ins Kesselhaus Trossingen. Das ehemalige Kraftwerk der Hohner AG war gut besucht und vor allem für die Auszüge aus den Projekten “Kagel” und “Performance Electrics” gab es ausgiebigen Applaus. Im Anschluss kamen alle Besucher zu Bier und Tanz zusammen. Videos zur Werkschau gibt es in Kürze hier und in unserem youtube Musikdesign-Kanal.

Vielen Dank an alle Besucher für Interesse und Neugier an der Musikdesign-Werkschau!