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Musikhochschule Trossingen Fachhochschule Furtwangen

Musikdesign (Bachelor of Music) ist ein Studiengang an der
Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen in Kooperation
mit der Hochschule Furtwangen/Fakultät Digitale Medien.

KirchnerHaus-Sound-Projekt: Kunst, Krieg und eine klangliche Zeitreise

Umgeben von einer passenden Bahnhofsatmosphäre des späten 19. Jahrhunderts lässt sich im KirchnerHAUS in Aschaffenburg Ernst Ludwig Kirchners Leben nachempfinden, dokumentiert durch Zitate, Stilproben und wichtige Etappen seines Werdegangs. Das Geburtshaus sowie die damit verbundene Kindheit des Malers boten ihm unerschöpfliche Quellen der Inspiration, wie in seinen Bildern immer wieder deutlich wird.

“Ich bin am Bahnhof geboren. Das erste, was ich im Leben sah, waren die fahrenden Lokomotiven und Züge.” – so beginnt ein immer wiederkehrendes Zitat, das deutlich macht, wie sehr Bewegung und die Beobachtung derselbigen den Künstler beflügelten und zur kreativen Auseinandersetzung anregten. Dass Inspiration aber meist auch durch negative Erlebnisse entsteht, wird im Keller des Hauses klar: Die Amme des damals noch jungen Kirchner erzählt ihm vom Krieg, von ihren traumatisierenden Erlebnisse, als sie sich damals genau dort mit anderen Menschen vor Soldaten versteckt hatte. Untermalt ist das alles von authentischen Geräuschen der Gewehre, Kanonen und Bajonette und den Schreien verwundeter Kriegsopfer.

Die klangliche Umsetzung erfolgte durch die MusikdesignerInnen Christina Komitakis, Georg Kästle, Maurice Oeser, Frank Simper, Jonas Schwall, Jan Wegmann und Ron Freyenschlag unter Projektbetreuung von Theresa Seitz und Stefan Wolf.

Preisübergabe 2

Präsentiert wurde das Ergebnis dieser Zusammenarbeit Anfang November im KirchnerHAUS gemeinsam mit dem Vorhaben, das museumsdidaktische Konzept ‘KirchnerHAUS für sehende und blinde Menschen’ umzusetzen.

“Das Museum der Zukunft ist barrierefrei, interaktiv und mit audio-visuellen Medien ausgestattet, die insbesondere auch jüngere Zielgruppen ansprechen und den Ausstellungsbesuch zu einem ganzheitlichen Erlebnis machen.”, meint dazu Udo Breitenbach, Ausstellungsdesigner, 3. Vorsitzender des KirchnerHAUS-Vereins und Mitinitiator des Sound-Projektes.

Überzeugen konnte das sehr innovative Gesamtpaket auf jeden Fall – so erhielt der KirchnerHAUS Aschaffenburg e.V. für den nächsten Ausbau des KirchnerHAUSes eine großzügige Förderung der Bayerischen Sparkassen-Stiftung, deren Verbandsleiter bei der Präsentation ebenfalls anwesend war.

Auch die Vertreter vom Blindenverband Aschaffenburg haben bestätigt, dass die Klänge sehr anschaulich sind und die Vorstellungskräfte animieren.

Wir hoffen auf weitere Zusammenarbeit ab 2015 und gratulieren dem KirchnerHAUS für die an diesem Abend erhaltene Spende.

Crash im Glaskasten

Die Veranstaltungsreihe ‘Vis-à-vis. Klangkunst im Würfel’ geht in eine neue Runde: Am Donnerstag, den 13.11.2014, füllen ab 19:30 Uhr mit Live-Coding-Improvisation verknüpfte Hörspiele den Würfelsaal der Volksbank Trossingen.

Als roter Faden zieht sich ‘Levi – die dunkle Nacht der Seele’ von Grischa Kursawe durch das Programm als verbindendes Element, das sich in kurzen Szenen wiederholt bemerkbar macht. Das ‘Manie-Fest’ von Dirk Handreke und Benedikt Sailer, einer Geschichte von Pablo Walser nachempfunden, zeigt sich in seiner Ambivalenz der Realitätssteigerung und -verneinung.

Starken Kontrast bieten dazu einerseits das poetische Live-Hörstück ‘memaeckes’ von Benjamin Grau mit Jacob Fauser als überzeugendem Performer und andererseits das Traumstück ‘Somniloquie’ von Benedikt Mendzigal als fast meditatives Klanggemälde im Schlaf getätigter Äußerungen.

Die Verschmelzung erfolgt durch in Echtzeit programmierte Klänge und Effekte, durchgeführt durch eine Live-Coding-Combo bestehend aus Jan Wegmann, Jan Freymann, Lukas Nowok und Ron Freyenschlag.

Studieninformationstag 2014

 

Der Studieninformationstag 2014 wird am Mittwoch, den 19. November 2014 stattfinden.

Während des Studieninformationstags an der Musikhochschule Trossingen bieten wir interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich über den Studiengang Musikdesign zu informieren.

Geboten werden an diesem Tag ab 11.30 Uhr ein halbstündiger Vortrag des Studiengangsleiters Prof. Florian Käppler sowie Projektpräsentationen der Studierenden. Ab 13 Uhr besteht die Möglichkeit der Unterrichtshospitation:

- 13-15 Uhr Musikdesign-Laboratorium im fünften Semester bei Luís Pena

- 15-17 Uhr Musikdesign-Laboratorium im ersten Semester bei Luís Pena

- parallel 15-17 Uhr Wahlmodul Soundlogo bei Prof. Florian Käppler

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bitte per Mail an seitz@musikdesign.net

Gelungenes Finale einer großartigen Kooperation

Fingerfertige Melodien, unerwartete Klänge, Liebe zum Detail und eine geschmackssichere Verknüpfung verschiedener Welten: Fünf Jahre intensiver Zusammenarbeit führten am 24. Oktober 2014 in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin zu einem krönenden Abschluss. Abgerundet wurde dieses Erlebnis durch Begrüßungsrede von Christoph Dahl, dem Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, dank deren Programm Baden-Württemberg Stipendium Plus dieses Projekt überhaupt erst ermöglicht wurde, Dr. Claus-Peter Clostermeyer vom Staatsministerium Baden-Württemberg und Prof. Elisabeth Gutjahr, der Rektorin der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen.

Nach unzähligen internationalen Begegnungen, Entwürfen, Proben und Feinabstimmungen wurde ein Endergebnis präsentiert, das sich nicht verstecken muss. Ziel des Projektes war immer die Verzahnung von asiatischer und europäischer Musik und trotz optischer Trennung auf der Bühne entstand hier in keinster Weise nur ein lebloses Nebeneinander der Kulturen. Die Stile der jeweiligen Kontinente und auch Epochen verschmolzen in ein einstündiges Gesamtwerk, in der gegenseitige Unterstützung und Bereicherung groß geschrieben wurde.

Lorenz Duftschmid, Professor für Alte Musik und künstlerischer Leiter dieses Projektes, gelang gemeinsam mit Luís Antunes Pena als Leiter des Musikdesign-Ensembles und Weihong Dong, der Leiterin des Ensembles für Traditionelle Chinesische Musik, ein begeisterndes musikalisches Finale, das sich kunstvoll über Grenzen hinwegzusetzen wusste.

Empfangen wurden die Gäste davor von vier Installationen: ‘The New Silk Road’ beschrieb den Weg der Seidenstraße auf akustische Weise, indem Mitschnitte bisheriger Konzerte der Ensembles für Alte und Traditionelle Chinesische Musik komprimiert entlang der durch Kabelschläuche symbolisierten Handelsroute wiedergegeben wurden.

Für ein besseres Verständnis des Projektes sorgten ein audio-visuelles Lexikon traditionell chinesischer Instrumente mit Erläuterungen zu Bauart, Geschichte, Spielweise und persönlicher Verbindung durch die StudentInnen aus Nanchang sowie eine Video-Dokumentation der Kooperation inklusive kurzer Interviews mit Beteiligten.

Die bereits bekannte Installation von Peter Breitenbach namens ‘Computermusik für Streichtrio’ lud zu einer klanglich-philosophischen Auseinandersetzung ein, die sowohl die Zeitlosigkeit des Projektes beleuchtete, als auch die Auflösung traditioneller Zugehörigkeiten, sei es in Bezug auf Kulturen oder musikalische Stile.

img © Stefan Günther

Ästhetik des Dunklen

Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage sind auch dieses Jahr wieder Musikdesigner im Museum Biedermann vertreten.

Smiljana Nikolic und Peter Breitenbach stellen ihre zuvor bereits in der Stadtgalerie Sindelfingen präsentierten Exponate aus, die sich in philosophischer Manier mit sich selbst, den BetrachterInnen und dem Leben an sich beschäftigen.

Besichtigt werden können diese von 17. bis 19. Oktober zwischen 11 und 17 Uhr, wobei am 18. und 19. Oktober jeweils um 22:30 Uhr auch Nachtführungen angeboten werden. Anmelden kann man sich dafür bis 15 Uhr des Führungstages, die Kosten für eine Nachtführung betragen € 5,-, wobei auch eine Ermäßigung von € 2,50 verfügbar ist.

 

Silence like a Utopia

(Smiljana Nikolic)

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Ein schwarzer Quader beherrscht den Raum. Ihm gegenübergestellt und sich in ihm spiegelnd befindet sich eine zierliche Glasglocke. Während der zwei Meter hohe Monolith bedrohliches, teilweise fast kreischendes Brummen von sich gibt, antwortet sein Gegenstück nur durch subtile Vibration, zurückhaltend und kaum wahrnehmbar.

Eine Symbolisierung des Zusammen- und Gegenspiels des Selbst, der inneren Zerrissenheit findet sich hier wieder in philosophischen sowie literarischen Referenzen. Sie beschreibt in autobiografischen Grundzügen eine Tour de Force, in ähnlicher Weise bereits von vielen durchlebt, die nicht so schnell an Aktualität verlieren wird.

Man verliert sich schnell in den Skulpturen und Klängen und fühlt sich bald dem gegenüber gestellt, was wiederholt beschäftigt und aufwühlt. Ein großer, schwarzer, schreiender Block als Symbol des inneren Monsters, mit dem wir uns zwangsweise immer wieder konfrontiert sehen.

 

Computermusik für Streichtrio

(Peter Breitenbach)

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Die Installation “Computermusik für Streichtrio” besteht aus drei am Kopf aufgehängten Streichinstrumenten, die kreisförmig, mit den Saiten zueinander, angeordnet sind. Jedes der drei Instrumente ist mit Schnüren zum Boden hin abgespannt, welche an Steinen befestigt sind. Aufgehängt wurden die Instrumente mit Hilfe von transparentem Nylonfaden. Eine dreidimensionale Momentaufnahme von scheinbar frei im Raum schwebenden Streichinstrumenten.

Zwischen den Instrumenten befindet sich eine waagerechte montierte Fahrradfelge, an deren Außenkante Magneten eingelassen sind und welche von einem Motor angetrieben wird. Der Motor wird von einem Mini-Computer gesteuert. Die Stahlsaiten der Instrumente werden durch die Magneten in Schwingung versetzt.

Es entsteht eine dunkle, oszillierende Klangfläche, die sich über den Zeitraum der Ausstellung durch Änderung der Seitenspannung der Instrumente verändert und damit der eigentlich perfekten Steuerung durch den Computer entflieht. Die Kompostion eröffnet sich im Spannungsbereich zwischen maschineller Perfektion und Laissez-faire.

Lautlose Flucht preisverdächtig vertont

Rolf-Hans Müller Bigband (SWR)

 

Nach der Vertonung der Live-Show für den ADC Nachwuchswettbewerb macht Felix Barbarino erneut auf sich aufmerksam: Sein Soundtrack zu Lautlose Flucht – the last deaf wurde für den Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik nominiert.

Mit dem 1992 durch den SWR und Rita Müller-Davar, der Witwe des 1990 verstorbenen Komponisten, Pianisten und Regisseurs Rolf-Hans Müller, ins Leben gerufenen und mit € 10.000,- dotierten Preis wird Filmmusik von Spielfilmen, Fernsehserien und Dokumentationen prämiert. Im Zuge des Fernsehfilm-Festivals am 21. November 2014 im Kurhaus Baden-Baden erfolgt die Auszeichnung.

Vergeben wird der durch den SWR ausgeschriebene Preis alle zwei Jahre an junge Filmmusikkomponistinnen und -komponisten, die sich beispielsweise noch im Studium befinden oder erste Vertonungen in diesem Bereich durchgeführt haben. Ziel ist auch, die Sparte von der allgemeinen Auffassung funktioneller Musik wieder vermehrt in den Bereich der Kunst zu rücken; schließlich erfüllt Filmmusik nicht einfach nur den Zweck schlichter Untermalung, sondern ermöglicht durch die Eigenschaften der Zusammenwirkung von Bild und Ton ein ausgefeiltes Spiel mit klanglichen Reizen und Techniken, die sich allgemeiner Hörgewohnheiten widersetzen und trotzdem keinerlei Ablehnung erfahren. Als hervorragende Beispiele dafür dienen unzählige Vertreter der Horror- oder Science-Fiction-Geschichte oder auch diverse surreale Filmproduktionen, man denke an Kubrick oder die Quay-Brüder, aus denen atonale Musik nicht wegzudenken wäre.

Der nominierte Soundtrack von Felix Barbarino geht nicht ganz in diese Richtung, was seinen künstlerischen Wert aber in keiner Weise mindert. Den Soundtrack kann man sich hier anhören:

Levi – die dunkle Nacht der Seele

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein!“
Levi hat es sich in seinem Leben auf dem Abstellgleis bequem gemacht, doch dann wird seine kleine Welt von einer unerwarteten Begegnung mit einem Toten ins Wanken gebracht. Wie ein Spiegel im Spiegel umfängt ihn sein Unterbewusstsein. Die Invasion des Phantastischen hält in seinem Alltag Einzug und unsichtbare Hände beginnen um Levis Schicksal zu ringen.

Musik, Sounddesign und Schnitt für das neue Hörspiel ‘Levi – die dunkle Nacht der Seele’ von Regisseur und Autor Ragnar Stechel aus Barcelona übernahm der Musikdesigner Grischa Kursawe. Bibliotheken wurden dabei keine verwendet: Vielmehr wurde die notwendige Klangwelt von ihm selbst aufgenommen, bearbeitet und konstruiert.

Gratis herunterladen kann man das Hörspiel auf der für die Vernetzung der entsprechenden Künstler genutzten Seite Hoerspielprojekt.de, zum Anhören wird es aber auch auf Youtube angeboten:

Nosferatu Stummfilmvertonung

Seit April 2014 betreut der Musikdesigner Andreas Brand ein vielversprechendes Projekt des Ensembles Open Source Guitars, das nun endlich der Öffentlichkeit präsentiert wird:

Nosferatu (Stummfilm 1922, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau)

Livemusik: Ensemble „Open Source Guitars“

Hochschule für Musik Trossingen

Prof. Michael Hampel / Andreas Brand, Leitung

NOSFERATU

D 1921  R: F.W. Murnau, B: Henrik Galeen nach „Dracula“ von Bram Stoker, K: Fritz Arno Wagner, D: Max Schreck, Greta Schröder, Ruth Landshoff u. a., 95 min. Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu”, die erste Dracula-Adaption der Filmgeschichte und gleichzeitig die charismatischste, gilt als einer der künstlerisch wertvollsten deutsche Filme aller Zeiten. Mit seiner poetische Bildsprache, revolutionären Naturaufnahmen, dem Spiel von Licht und Schatten und dem unvergesslichen Titeldarsteller Max Schreck repräsentiert der Stummfilm als wichtigster Film der Weimarer Republik den deutschen Expressionismus und reflektiert auf poetisch-psychologischer Ebene die Geschehnisse des Ersten Weltkriegs und die Wirren der Nachkriegszeit.

Der Originaltitel „Nosferatu-Eine Sinfonie des Grauens“ trägt den Bezug zur Musik bereits in sich. Das Ensemble „Open Source Guitars“ lässt in seiner Livevertonung  eine vielschichtige Musik entstehen, gespielt auf klassischen wie elektrischen Gitarren und verwendet auch digital erzeugte Klänge. Die Musik wechselt zwischen komponierten und improvisierten Abschnitten. Sie korrespondiert sowohl mit der bedrohlich-grauenhaften wie auch einer alles durchdringenden mystischen Grundstimmung und greift die expressive Gestik und die Kontraste aus übersteigertem Tempo und erstarrender Bildsprache mit musikalischen Mitteln auf.

Musikdesign auf SWR2

Ein Beitrag über den Studiengang Musikdesign wurde am 26.08.2014 auf SWR2 ausgestrahlt.

Hier der Beitrag zum Nachhören:

Musikdesign auf SWR2

New Noise – Musikdesign in Concert

new noise

Auf der Hinterbühne des Theaters am Ring in Villingen-Schwenningen werden am Mittwoch, dem 16. Juli 2014 ab 20:00 Uhr von Musikdesignern abseits ausgetretener Pfade auf der Suche nach der akustischen Zukunft immer neue Klangwelten erobert.
‘NEW NOISE’ lässt eintauchen in Sphären, in denen Nähmaschinen, Schlagbohrer oder auch das Brummen elektrischer Spannung gleichberechtigt neben Blas- und Streichinstrumenten stehen. Eigenkompositionen der StudentInnen vereinen klassisch-orchestrale Besetzungen mit neuartigen Formen der Klanggenerierung und bieten somit grenzenlose Musik für grenzenloses Hören.
Auch die Themen des Abends zeugen von umfangreicher Bandbreite und sehr individuellen Denkansätzen, die sich nicht nur in Klangästhetik, sondern auch in einer teils subversiven Aufarbeitung kritischer bis persönlicher Inhalte präsentieren. Das Konzert bietet also reichlich spannendes Material für ein Publikum, das sich auch gerne einmal herausfordern lässt.

Das Programm besteht aus:

50 Hz
– Vom Klang elektromagnetischer Felder
von Peter Breitenbach

Ertrunken in Technik
– Eine Improvisation mit Live-Programmierung
von und mit Jan Freymann, Jan Wegmann, Ronald Freyenschlag, Lukas Nowok

Five Spots
– Cyber Dialogue
– Game Trailer Halo 5
von Jonas Obermüller
– Autowerbung (Oxfam)
– Tankstelle (Oxfam)
von Benjamin Grau und Ronald Freyenschlag
– ADC
von Felix Barbarino und Leo Frick

sTÖrUnG
– Vom Klang kaputter Geräte
von Jan Wegmann

Verschweigen
– Eine Komposition in drei Akten für Stimmbänder und selbstgebaute Pseudoinstrumente
von und mit Ronald Freyenschlag

Oświęcim
– Ein akustischer Erfahrungsbericht
von und mit David Hill

Manie-fest
– Eine Hörspielproduktion nach einer Geschichte von Pablo Walser
von und mit Dirk Handreke und Benedikt Sailer
Valentin Maier, Akkordeon

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– Eine Improvisation für Analoge Modular Synthesizer, Udu-Drum und Gitarre, verbunden in analogen und digitalen Signalprozessen
von und mit David Hill, Dirk Handreke, Grischa Kursawe, Benedikt Sailer

Detonation
– Musik für großes Kammerensemble
von Smiljana Nicolic
Ensemble „Sinfonietta“ der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen
Leitung: Sven Kiebler

So klingen die ADC-Nägel: Musikdesigner kreieren “Titel-Sound” der renommierten ADC Junior Awards Show

adc_artikelFür Felix Babarino und Leo Frick ging bereits in ihrem zweiten Semester ein Sounddesign-Traum in Erfüllung: Bei einer bedeutenden Preisverleihung die klangliche Gestaltung zu übernehmen, ist eine große und umfangreiche Aufgabe und doch die Chance, konzeptionell und gestalterisch zu glänzen.
Jedes Jahr kürt der Art Directors Club Deutschland (ADC) den deutschen Kreativ-Nachwuchs in einer glamourösen Junior Awards Show, Leo und Felix haben den innovativen Sound zur Veranstaltung kreiert. Hinter dem ADC steckt ein Zusammenschluss führender Kreativer aus den Bereichen Werbung, Design, Digitale Medien, Editorial, Event und Kommunikation, auch um den Hochschulbereich und den Nachwuchs der Branche ist der ADC sehr bemüht. 01_a_nagel-scaled10003 Die begehrten Trophäen haben die Form von Nägeln, Anreiz genug, um die gesamte Musik der Show mit Sounds zu komponieren, die aus tatsächlichen Nägeln unterschiedlichster Art und Größe gewonnen wurden. Nach einem ausgiebigen Beutezug im Baumarkt waren Felix und Leo im Besitz ihres Materials: 60 KG Nägel vom kleinsten bis zum größten erhältlichen Modell, die nur darauf warteten, klanglich-musikalisch erforscht zu werden. Für die Aufnahmen haben sie den Nägeln das Äußerste abverlangt: Sie wurden in Holz gehämmert, zersägt, mit einem Geigenbogen oder Plektrum angespielt, auf den Boden geworfen, geschüttelt, als Glockenspiel benutzt, auf ein Becken gelegt – die Liste der Möglichkeiten, auch handelsübliche Nägel als Musikinstrument zu benutzen, ist lang, wenn man seiner Kreativität freien Lauf lässt. „Wir wollten etwas erschaffen, worauf wir auch selbst Lust hatten, das ausgefallen, innovativ und einfach unser Ding ist“, erklärt Leo Frick den Ansatz des Sounddesigns.
Fünf Kompositionen sind aus dem unter vollem körperlichen Einsatz aufgenommenen Soundmaterial entstanden, die in der Veranstaltung als Eröffnungsmusik, Fanfare und zur Übergabe der Awards eingesetzt wurden. Hier sei die große Herausforderung gewesen, den verschiedenen Awards, die als Bronze, Silber und Gold-Nägel vergeben werden, jeweils einen eigenen Sound zu verleihen, der sich entsprechend noch steigert in Intensität, Brillanz und Einprägsamkeit. Ein weiterer Teil des Konzepts war die musikalische Umsetzung des Namens der Veranstalter, die Buchstaben A, D und C können ebenso als Musiknoten verstanden werden. Bei der Reflexion über diese Tonfolge haben die Studenten vielfältige Variationen erstellt, die als „DNA des ADC“ und klangliche Übersetzung des Namens in der gesamten Soundkulisse der Veranstaltung leitmotivisch wiederzufinden waren. Als finales Highlight wurde ein
Link“Making-of Video” gezeigt, das die Entstehung der Nagel-Sounds dokumentiert und Einblick in die Arbeit der Musikdesigner bietet.
Zwei Monate Arbeit haben Felix Barbarino und Leo Frick in die Ausarbeitung der Sounds investiert – betreut wurden sie vom Studiengangsleiter Prof. Florian Käppler, seinerseits langjähriges Mitglied der ADC-Jury im Bereich Kommunikation im Raum. Unterstützung erhielten sie auch durch Texte aus der Feder Dustin Stupps, Student der Kommunikation & Medien an der FH Düsseldorf, der Profi-Sprecher Johannes Steck erklärte sich bereit, die Performance der Texte für den Opener zu übernehmen, gemastert hat der Musikdesign-Dozent Jürgen Swoboda. Ein Projekt, das weit über den studentischen Rahmen hinausgeht und erste spannende Einblicke in die Berufsperspektiven für Musikdesign-Absolventen bietet. Nicht zuletzt war die Einladung, selbst an der Awards Show teilzunehmen, eine großartige Chance für die Studenten, um Kontakte zu knüpfen und das Netzwerk zu pflegen. Im nächsten Jahr planen die beiden wieder vor Ort zu sein – dann aber in den Reihen der Nominierten, da das Soundprojekt selbst in den Wettbewerb eingereicht werden soll.

Zurück zum Ursprung: Analoge Klangsynthese

Freitag, der 9. Mai 2014 war ein großer Tag für Liebhaber der elektronischen Klanggestaltung.

Florian Zwißler, vielseitiger Soundbastler, Vermittler und Redakteur im Bereich der Musik, gestaltete für Musikdesign einen Workshop über analoge Klangsynthese. Es gab dabei allerdings nicht nur zu erfahren, wie ansprechender Sound aus modularen Systemen wie den hierfür verwendeten Doepfer A-100 gewonnen werden kann, sondern auch philosophische Grundfragen aus der Thematik wurden behandelt:

Wie sind analoge Synthesizer als Instrumente zu betrachten oder verwenden?

Wo beginnt Synthese und was gehört dazu?

Sind Musique Concrète und das Abspielen sowie Entfremden von Tonbändern ein Teil davon?

Nach einem ausführlichen Einblick in analoge Klangwelten wurden diese schließlich auch aktiv erfahren. Verschiedene Patches wurden durchprobiert, immer auf der Suche nach spannenden Einstellungen und Sounds.

Dass dabei großartige Ergebnisse entstanden und das Interesse der Studierenden an Modularsystemen intensiv gesteigert wurde, wird auch der Öffentlichkeit am 11. Juni 2014 im Zuge der diesjährigen Musikdesign-Werkschau im Kesselhaus Trossingen erstmals präsentiert, wo auch die Doepfer-Synthesizer wieder zum Einsatz kommen. Freunde gelungener Klangschöpfungen sollten dabei nicht fehlen.

“Ich bin am Bahnhof geboren…”

Aschaffenburg und dessen Vorzeigekünstler Ernst Ludwig Kirchner kennenzulernen erfordert Zeit. So war es auch wenig verwunderlich, dass der Kooperationspartner Udo Breitenbach, Vorsitzender im KirchnerHAUS e.V., für das sogenannte ‘Kirchner-Projekt’ am 9. und 10. Mai zu einem zweitägigen, intensiven Workshop lud.

Dem Bahnhof gegenüber steht ein unscheinbares, gelbes Haus mit kleinem Balkon als Kontrast zu einer belebten Einkaufsstraße. Die von Dampflokomotiven und Pferdekarren geprägte Szenerie der damaligen Güterverladungen sind denen des Konsums gewichen, einem Gemisch aus reger Unterhaltung, den Gerüchen zahlreicher Gastronomiebetriebe und dem unaufhörlichen Lärm von Autos und Bussen.

Dennoch lässt sich von der Fußgängerbrücke, die sich über die Gleise des Bahnhofs erstreckt, noch die damalige Atmosphäre erahnen; das Pfeifen, Zischen und stetige Stottern der Züge sowie die harte Arbeit der Verladungen, die hier stattfanden. All die Bewegung, die den jungen Kirchner zum Zeichnen inspirierte, ihn fast dazu zwang, alles bildlich festzuhalten, was vor seinen Augen geschah.

Bei diesem unscheinbaren, gelben Gebäude vor dem Bahnhof handelt es sich um das Geburtshaus des Malers, in dem durch multimediale Ausstellungen eben diese prägende Atmosphäre und die Kindheit Kirchners erlebbar gemacht wird. MusikdesignerInnen sorgen hierbei für den notwendigen Klang und machen es sich zur Aufgabe, die Klänge und damit transportierten Gefühle der damaligen Zeit einzufangen, um die BesucherInnen in das späte 19. Jahrhundert zurückzuversetzen.

Eine authentische Umsetzung dieser Aufgabe erfordert einiges an Vorkenntnissen – so bestand der Workshop nicht nur aus ausführlichen Erzählungen über Ernst Ludwig Kirchner und dessen Kindheit, sondern vor allem auch informationsreichen Führungen durch das Haus, über den Bahnhof und in die umliegenden Parkanlagen sowie das Schloss Johannisburg, in dem ebenfalls Originale Kirchners ausgestellt sind.

Aus den zahllosen gewonnenen Eindrücken entstanden viele verschiedene Ideen und Konzepte, aus denen in den nächsten Wochen ein sicher überzeugendes Klangkonzept mit gelungener Umsetzung entstehen wird.

Kick-off Kirchner-Sound-Projekt

Rege Teilnahme fand das Kick-Off-Meeting zu einem im Sommersemester stattfindenden Projekt gemeinsam mit dem Verein KirchnerHAUS e.V., zu dem Udo Breitenbach lud. Eine sich dem Künstler Ernst Ludwig Kirchner widmende Ausstellung in dessen Geburtshaus soll dessen Leben und Arbeiten nicht nur auf visuelle, sondern vor allem auch haptische und klangliche Weise näherbringen – eine inklusive Ausstellung also, die Kirchners Malerei blind erfahrbar macht. Dazu werden von den MusikdesignerInnen Klanginstallationen in mehreren Räumen erstellt, die sich vor allem der prägenden Kindheit des Künstlers widmen, beispielsweise seiner durch den Alltag am angrenzenden Bahnhof entwickelten Liebe für Bewegung oder dem Trauma, das die Kriegserzählungen seiner Amme ihm angedeihen ließen.

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Von der schwarzen Magie des Noise

Wenn Derek Holzer alias Macumbista seine Perspektiven von Musik vermittelt, erfasst den Raum, in dem dies passiert, erst einmal andächtiges Schweigen. Präsentiert er dazu dann noch eines seiner selbstgebauten Instrumente, kann man Glänzen in den Augen so mancher Musikbegeisterter entdecken.

Neanderthal Soundbox nennt sich eine dieser Kreationen, die Musikdesigner am 17. und 18. Januar gemeinsam mit Derek nachbauen konnten. In einem zweitägigen Workshop wurden sowohl elektrotechnische Grundlagen erklärt als auch Noise-Generatoren entworfen und gebaut.

Die Ergebnisse wurden am Samstagabend in einem öffentlichen Konzert im Hans-Lenz-Haus der Hochschule präsentiert und danach auch noch ausgeführt, um die Pause des an diesem Abend ebenfalls stattfindenden Neujahrskonzertes musikalisch aufzuwerten sowie Interessierten Innenleben und Funktionsweise der Soundboxes zu zeigen.

Characters! – Ein abenteuerliches Seminar mit Marcel Durer

“Der Protagonist eurer Story hat bis jetzt eigentlich nur Gegenspieler”

Was als Konzept eines Adventure-Games erst einmal spannend klingen mag, bringt in der praktischen Umsetzung möglicherweise Motivationsprobleme mit sich, ist eine der ersten Lektionen von Marcel Durer, einem Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg und mitverantwortlich für beispielsweise SHIFT – Tales of the Sentinels. Dieser erklärte sich bereit, an der HFU Furtwangen ein Seminar über Charaktergestaltung abzuhalten, das bereits nach fünf Minuten für diese entscheidende Erkenntnis sorgte.

Im Zuge eines in Zusammenarbeit zwischen Studenten aus Furtwangen und Trossingen entstehenden Audioventure, also einem rein auf auditiver Ebene funktionierenden Adventure-Game, beleuchtete Marcel die wichtigsten Funktionen und Eigenheiten lebendiger und fesselnder Charakterentwicklung in der Erarbeitung fiktiver Storylines.

Geleitet wird das Projekt von den Professoren Florian Käppler und Jirka Dell’Oro-Friedl, die dem Seminar ebenfalls beiwohnten und für belebten Diskurs sorgten. Es gilt, ein Spiel für Mobiltelefone zu entwickeln, das sich so gut wie möglich selbst erklärt und somit ohne oft den Spielfluss beeinträchtigende Erzählungen auskommt. Die Anzahl der Charaktere soll spartanisch ausfallen und trotzdem eine Immersion erzeugen, die der von großen filmischen Vorgängern wie ‘2001: A space odyssey’ oder ‘Moon’ ähnelt.

Nachdem die Aufgabenstellung keine leichte ist, begleitet Marcel auch weiterhin die Entstehung der Geschichte. Das Ergebnis wird somit sicher ein sehr ansehnliches.

The Perfect Woman

Wenn von einer perfekten Frau die Rede ist, fallen sofort unzählige Namen berühmter Schauspielerinnen, Musikerinnen und Models. Wir werden laufend mit Idealbildern überschwemmt, denen wir uns so gut wie möglich anzupassen haben, um auf keinen Fall Angriffsfläche zu bieten für als vollkommen normal und akzeptabel angesehene Zurechtweisungs- und Reduktionswerkzeuge, angefangen bei Fat Shaming über Slut Shaming bis hin zu sogar Victim Blaming.

Kritisch auseinandergesetzt haben sich mit diesem gesellschaftlichen Problem Lea Schönfelder und Benedikt Haas vom Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg sowie Peter LU vom UCLA Game Lab. In ihrem Kinect-Spiel The Perfect Woman verrenkt man sich in dem Versuch, ein möglichst perfektes Leben zu führen, um dabei allerdings herauszufinden, dass nicht die Gesellschaft es ist, die entscheidet, was gut für jemanden ist, sondern man selbst.

Die Klangebene stammt von den Musikdesignern Dirk Handreke, Frank Simper, Ingo Feuker, David Hill, Lukas Nowok, Luigi-Maria Rapisarda, Jonas Schwall, Steffen Thum und Leo Frick, die das Spiel auch soundtechnisch zu einem sehr schönen Erlebnis gemacht haben.

Dass das Projekt bereits beim Kickoff mit viel Spaß verbunden war, kann den Fotos hierzu entnommen werden:

Musikdesign-Programm „Sound – Silence – Space” bei der stuttgartnacht 2013

Zahlreiche Besucher fanden am 19. Oktober 2013 den Weg in die Domkirche St. Eberhard, um das Programm der Trossinger Musikdesign-Studierenden zu erleben. Die Studenten Benjamin Grau, Dirk Handreke, David Hill, Grischa Kursawe, Jonas Schwall und Frank Simper waren für die organisatorische und klangliche Umsetzung des Projektes auf studentischer Seite verantwortlich. Im Mittelpunkt standen dabei unterschiedliche Sichtweisen auf das Themenfeld Stille und die Frage, wie man einen Raum zu einem Musikinstrument werden lassen kann. Auf fünf verschiedenen Wegen haben sich die Musikdesigner der Frage genähert. Grundlage für alle Programmpunkte war die Untersuchung des Nachhalls der Domkirche. Mit Hilfe eines eigens für dieses Projekt geschriebenen Computerprogramms war es den Studenten möglich, die analysierten Frequenzen des Nachhalls spielbar zu machen und sie musikalisch in ihren Werken zu verwenden.

Im ersten Teil war die Komposition „Ein alter Freund“ von Jonas Schwall und Frank Simper zu hören, die sich inhaltlich an den alten Freund, die „Stille“ richtete und von den beiden Komponisten, begleitet von Klavier, Schlagzeug, Bass und Synthesizer, gesanglich umgesetzt wurde. Dem folgte die Arbeit „specular sonics“ von Benjamin Grau und Dirk Handreke. Hierbei fanden Dialog und Interaktion zwischen dem Raumklang der Domkirche und Dan Roncari am Sopransaxophon statt. Die Parameter des Raumklangs wurden über einen mit Sensoren versehenen Handschuh gesteuert und im Improvisationsspiel den abendländischen Klängen des Saxophonisten Dan Roncari gegenübergestellt. In der Performance wurde der Raum als Instrument verstanden und gespielt.

Da auch das Thema Tod mit „Stille“ assoziiert werden kann, forschten die Studenten David Hill und Grischa Kursawe im Bereich der Nahtoderfahrungen, suchten Gespräche mit Betroffenen und sammelten Zitate. Diese Beschreibungen setzten sie in einer Performance unter dem Titel „Nahtod“ mit Mitteln eines Klangstücks und mit dem Spiel auf Klangsteinen von Hannes Feßmann um. Ihm sowie Sabine Mehne vom netzwerk-nahtoderfahrung.org wird in diesem Zusammenhang ein besonderer Dank ausgesprochen. Ebenso den Sprechern Julia Repke und Benedikt Abert sowie dem Cellisten Christian Fischer, die bei diesem Stück beteiligt waren.

Im Anschluss war eine Performance mit Orgel, TamTam und Raumklang-Synthesizer zu hören. Sebastian Bartmann schuf mit „schwebende Schwere“ faszinierende und spannendende Klanglandschaften. Abschluss des 30-minütigen Programms bildete der „Ausklang“. Hier wurden die Besucher selbst in eine Klangkonzeption eingebunden und interagierten mit dem Raumklang der Domkirche.

Angeleitet und betreut wurden die Studierenden bei ihren Arbeiten durch den Studiengangsleiter Prof. Florian Käppler und den Komponisten Sebastian Bartmann.

Der Studiengang Musikdesign bedankt sich bei allen Beteiligten des Projekts. Insbesondere bei Domkapellmeister Dücker und Dekan Dr. Hermes für die erfolgreiche Kooperation sowie bei Musikdesign-Dozent Jürgen Swoboda für die technische Unterstützung.

Ein großes Dankeschön geht an die Sponsoren Fohhn Audio AG und Mildner Veranstaltungsservice.

foohn.jpg  Mildner

Dokumentation zu dem Projekt “Dantons Tod”

 

 

Die Inszenierung des Dramas „Dantons Tod“ von Georg Büchner war der Auftakt zum 26. Jazzfestival Rottweil. Zur akustischen Darstellung der Figuren entwickelten die Musikdesign-Studenten Peter Breitenbach, Anton Hendel und Ferdinand Kraut gemeinsam mit Prof. Norbert Fröhlich, Prof. Matthias Anton und Marco Timlin eine Klanginszenierung. Die Premiere des musikalischen Schauspiels am 20. April 2013 war mit 300 Besuchern im Zimmertheater Rottweil ausverkauft.

In einer Dokumentation erklären nun die Musikdesigner Peter Breitenbach und Anton Hendel, mit welchen verschiedenen Aufgaben sie in Berührung kamen. Gemeinsam mit Schülern der Erich-Hauser-Gewerbeschule Rottweil konzipierten sie eine 5x8m große Stahlwand als Bühnenelement und nutzten diese als Klangkörper. Weiterhin haben die Musikdesigner mobile Klangsysteme für die Schauspieler entwickelt und wurden in der Zusammenarbeit mit diesen gefordert. Rund um die Bühne wurde eine Klangwelt aufgebaut, die eine “elektrisierende” und “Raum ergreifende” Wirkung auf die Zuschauer hatte. (nrwz online – die multisensorische Revolution)

Dantons Tod ist ein Gemeinschaftsprojekt des Zimmertheater Rottweil 2002 e.V. in Kooperation mit der Musikhochschule Trossingen, dem Jazzfest Rottweil e.V. und der Erich-Hauser-Gewerbeschule Rottweil.

 

zimmertheater        jazzfest2            Erich-Hauser-Gewerbeschule

 

Ermöglicht wurde das Projekt durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg aus Mitteln des neu gegründeten Innovationsfond Kunst.

                       mwktransparent

„I have a dream“

Montag, 22. Juli 2013, 10.30 Uhr, Franziskaner Konzerthaus Villingen

„I have a dream – Eine musikalisch-szenische Revolution“ ist der Titel einer Veranstaltung für Jugendliche mit unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen ab 15 Jahren. Angesprochen sind bewusst Jugendliche aus allen Schularten, insbesondere auch Erziehungshilfe-, Förder- und Hauptschulen.

BerioCollageProgr

Träume von Freiheit und Auflehnung gegenüber Autoritäten – diese Themen werden aufgegriffen und mit multimedialen Darstellungsformen künstlerisch überformt. Den sozusagen „revolutionsroten“ thematischen Faden, der das junge Publikum durch verschiedene Räume des Franziskaners führen wird, bilden Eigenkompositionen der Musikdesigner und Kompositionen des elektroakustischen Komponisten Luciano Berio bilden. So sind einzelne Klanginstallationen, Musik-, Video- und Tanzperformances in der Garderobe, im Kreuzgang und im Zuschauerraum des Konzerthauses geplant. Die klassische Bühnensituationen wird es jedenfalls nicht geben, vielmehr wird die Distanz zwischen Künstlern und Publikum durchbrochen – nicht zuletzt durch die ungewöhnlichen Aufführungsorte, die offenen Spielsituationen und die Einbindung jugendkultureller Performancekünste wie Beatboxing.

Die Fachbereiche Musikdesign und Music & Movement der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen kooperieren für diese Performance mit verschiedenen Gesangs- und Instrumentalklassen sowie bereits im Vorfeld der Veranstaltung mit Jugendlichen selbst. In einem vorgeschalteten Workshop-Projekt sammeln Studierende des Fachbereichs Musikdesign Originaltöne von sozial benachteiligten Jugendlichen unterschiedlicher kultureller Herkunft zum Thema Freiheit, Träume, Erwartungen, Hoffnungen und Rebellion. Diese werden dann zu einer elektroakustische Sprach- und Klangkomposition verarbeitet.

Text: Elko Baumgarten (Pressereferent), Staatliche Hochschule für Musik Trossingen

Impressionen der dritten Musikdesign-Werkschau

Unter dem Motto “…Läuft” luden die Musikdesigner am 15. Juli ins Kesselhaus Trossingen. Das ehemalige Kraftwerk der Hohner AG war gut besucht und vor allem für die Auszüge aus den Projekten “Kagel” und “Performance Electrics” gab es ausgiebigen Applaus. Im Anschluss kamen alle Besucher zu Bier und Tanz zusammen. Videos zur Werkschau gibt es in Kürze hier und in unserem youtube Musikdesign-Kanal.

Vielen Dank an alle Besucher für Interesse und Neugier an der Musikdesign-Werkschau!